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Gioachimitisches Zentrum stärkt Bindung zur Uni Trier

Verantwortlicher Autor: Silvestro Parise Kalabrien Italia, 01.10.2025, 12:24 Uhr
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In der Mitte von links: Professorin Mara Onasch und Professor Riccardo Succurro
In der Mitte von links: Professorin Mara Onasch und Professor Riccardo Succurro  Bild: Silvestro Parise

Kalabrien Italia [ENA] San Giovanni in Fiore – Das Internationale Zentrum für Gioachimitische Studien stärkt seine internationale Ausrichtung durch die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens mit dem Italien-Zentrum der Universität Trier, einem deutschen Institut, das sich der Förderung der italienischen Kultur widmet.

Bekanntgegeben wurde dies vom Präsidenten des Zentrums, Riccardo Succurro, anlässlich des Besuchs von Professorin Mara Onasch, Direktorin des Italien-Zentrums der Universität Trier, in San Giovanni in Fiore. Die Vereinbarung ist die natürliche Weiterentwicklung einer bereits in den vergangenen Monaten aufgenommenen Zusammenarbeit, die durch Begegnungen und Veranstaltungen den Grundstein für einen kulturellen Dialog zwischen Kalabrien und Deutschland gelegt hat. Hervorzuheben ist dabei die in Trier abgehaltene Lectura Dantis, die sich mit dem zwölften Gesang des Paradiso beschäftigte und auch der Gestalt von Joachim von Fiore gewidmet war, den Dante als „Mann von prophetischem Geist“ bezeichnete.

Die zweisprachig präsentierte Veranstaltung, die gemeinsam von der Universität Trier, dem Gioachimitischen Zentrum und dem Verein Kalabria Italiae Mundi e.V. organisiert wurde, stellte eine erste und bedeutende kulturelle Brücke zwischen beiden Institutionen dar. Die Kooperation knüpft an eine Reihe von Initiativen an, die das Italien-Zentrum der Universität Trier bereits seit Jahren entwickelt, um die italienische Kultur in all ihren Facetten zu fördern.

Dazu zählen das Italienzertifikat, ein Studienprogramm, das Studierenden interdisziplinäre Lehrveranstaltungen zu Italien bietet und Sprachkenntnisse sowie Studienaufenthalte im Land einschließt, sowie regelmäßige Forschungsprojekte zu Themen wie Migration, süditalienische Literatur und die Rolle regionaler Identitäten. Auch kulturelle Veranstaltungen wie Kochworkshops (Cucina Italiana e Cultura nel Mondo) oder wissenschaftliche Tagungen zu Mythen und Symbolen Süditaliens haben Verbindungen nach Kalabrien sichtbar gemacht.

„Die internationale Ausrichtung unseres Zentrums findet heute mit diesem Abkommen, das uns mit einer so angesehenen Institution wie der Universität Trier verbindet, eine konkrete Bestätigung“, erklärte Succurro. „Es ist eine Chance, die unsere Rolle im europäischen Kulturdialog sowie in der Aufwertung der gioachimitischen Tradition stärkt.“ Während des Treffens mit Professorin Onasch wurden die Perspektiven für die künftige Zusammenarbeit erörtert. Diese umfassen akademischen Austausch, gemeinsame Konferenzen, Publikationen sowie interdisziplinäre Forschungsaktivitäten.

Ziel ist es, die Rolle des Gioachimitischen Zentrums als internationalen Bezugspunkt für die Erforschung und Verbreitung des Erbes von Joachim von Fiore zu festigen und auszubauen – und so eine echte Brücke zwischen Kalabrien und Europa zu schlagen.

Gioachimitischen Kathedrale
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